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| Gedichte » Persönliche Anlässe » Ruhestand |
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9 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 1 bis 9 |
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Das Telefon, das Telefon,
es geht mir auf den Wecker schon;
der klingelt auch so unerbittlich
und dann noch morgens, wenn nicht fit ich! |
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Gelesen: 116.632   |
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Herbstliche Wünsche
„So hätt’ ich doch...“, so seufzen viele,
„ in meiner Jugend alles anders angefangen!“
Die Kindheits- werden zu Erwachs’nenspiele,
nichts anderes ist’s, als das Verlangen
sich kindlich noch zu geben und zu tollen,
die Sehnsucht nach den ungestümen
Drang, alles noch zu verändern wollen:
Und das, was bleibt, sind Falten nur, Ruinen.
Was aber war, als sie noch jung an Jahren?
Hatten sie denn nicht, als rüdes Kind,
obschon noch rein und unerfahren,
den Wunsch zu sein wie die Erwachs’nen sind?
Die Sehnsucht ist, so wie die Träume
dem Wachenden oft unerfüllt:
Ein Griff in leere Frühjahrsapfelbäume.
Herbstliche Wünsche fliehen, ungestillt. |
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Gelesen: 140.658   |
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Altersbegründung
Ich bin nicht alt, ich bin antik,
ich bin auch nicht senil
nur die Jahre sind verblüht
Wünsche gibt 's noch viel.
Jede Falte, die ich trage,
ist Zeugin eines Gefühls,
es sind die Furchen der Ehrfurcht
und Ausdruck meines Stils.
Ich liebe das Leben, wie es ist,
fühle mich ewig jung,
nur der Körper braucht den Maschinist,
den Geist halt' ich schon in Schwung.
Ich zelebriere jeden Tag,
der sich im Erdenlicht zeigt,
so, als ob es mein letzter wär',
wenn auch ein wenig gebeugt.
Ich bin nicht alt, ich bin antik
ich bin ein Produkt der Zeit,
bin Unikat unter vielen,
und habe jetzt mehr Gelassenheit! |
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Gelesen: 224.045   |
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Wie schön ist doch das Rentnerleben!
Jetzt endlich ist die schöne Zeit gekommen,
und unser Rentnerleben hat begonnen.
Geschuftet hat man viele Jahre -
um all das Verdiente auch noch zu spare` -
vielleicht für ein kleines Häuschen auf den Balearen -
doch dies war immer noch zu teuer -
zu hoch waren Soli und die Steuer.
Nun, das macht uns nicht viel aus -
denn die Kinder sind ja aus dem Haus.
Kein Weckerklingeln in der Früh -
das Aufstehen kostet nun auch etwas Müh`.
Doch die Ruhe wird uns gut bekommen -
man hat für viele Dinge Zeit gewonnen.
um alles nachzuholen, was versäumt -
wovon man im Alter noch so träumt.
Venedig, Bali und dem schwarzen Meer -
noch ist der Rententopf nicht leer.
Doch bevor wir reisen in die fremden Länder -
heißt es, die alten Gewohnheiten gründlich ändern.
Vieles wird jetzt aus dem Weg geschafft -
wir bauen uns auf, mit neuer Kraft.
Verschwinden werden all die Rheumadecken -
weg mit dem Hustensaft, den Herztabletten.
Jetzt geht`s ins Fitness - Studio, jede Woch`-
auch massieren lassen wir uns dort.
Um alle Polster zu verlieren -
werden wir jedes Trimmrad ausprobieren.
Mit Muskeltraining, laufen, springen -
wird unser Leben wieder neu beginnen.
Und wenn wir in den Spiegel schauen, oh Schreck -
die Falten müssen auch noch weg!
Ganz gleich ob Straffung oder Botox - Spritzen -
ob Gurkenmaske oder in einem Lehmbad schwitzen.
Mit Inplantaten wird jetzt alles straff -
nichts ist mehr alt und nichts ist schlaff.
In den Thermen werden wir uns täglich aalen -
soll uns das alles doch die Krankenkasse zahlen.
So macht das Leben wieder Sinn -
der neue Schwung ist ein Gewinn.
Sind wir dann schöner, straffer, dünner -
fühlen wir uns 20 jahre jünger!
Auch geistig sind wir aktiviert -
stets mit neuen Dingen konfrontiert -
besuchen Kurse, Seminare -
zu jedem Vortrag werden wir dann fahren -
auch in Kirchen und Moscheen -
des Sonntags auch mal beten gehen.
Wir reisen um die ganze Welt -
und verleben unser Rentengeld.
All das steht uns jetzt noch offen -
und wir können nur noch hoffen -
dass nicht eines Tages kommt Verdruss -
und es kommt so wie es kommen muss -
das Herz wird schwach und keine Puste -
fangen wir doch wieder an zu hust´e -
die Beine schwach, das Kreuz tut weh -
mit den Augen kann man nicht mehr richtig seh`n -
ich glaub` wir vergessen die Strapazen -
und legen uns lieber auf die Matratzen -
holen hervor die alten Rheumadecken -
den Hustensaft, die Herztabletten.
Aus ist es dann mit dem alten Schwung -
und man glaubt´, wir waren einmal jung -
denn so mit dreiundsechzig -
weiß man, wie sehr der Eifer schwächt sich.
Vergessen wir das Alter und die Falten -
wichtig ist es, den Humor zu behalten.
Und so stehen wir auf der Lebensleiter -
blicken trozdem nach vorn und klettern weiter. |
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Gelesen: 244.841   |
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