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Gedanken & Gedichte » Autor: Erika Lond
60 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 51 bis 60
Orange dream on grass

Es war so still,
so einsam, traurig, trist und leer,
so unbeschreiblich klar.

Die Zeit blieb plötzlich steh’ n
und es verbreitete sich Furcht,
es schien als war

die Todesangst vereint mit fernen Kindheitsträumen.
Die Stadt unwirklich ruhig,
unendliche Strassen mit stöhnend, schwarzen Bäumen.

Die Menschen starrten,
gaben Worte von sich,
sinnlos, ohne jeglichen Zusammenhang.
Kein Leben war zu fühlen,
alles marionettenhaft
und ohne den lebend’ gen Tatendrang.

Da, wie ein Wunder,
kam ein unwahrscheinlich helles Leuchten
Orange aus dem Nichts heraus!

Es griff nach mir, wärmte und umschwärmte mich.
Die Angst entfloh.
Es war so schön, ich hielt’ s im Kopf nicht aus.

War dies noch Wirklichkeit,
bewusst und unverhohlen wahres Sehen,
dies Leuchten, was mich so erfreute?

Ich riss mich los und ließ die Antwort, die, vielleicht, die Wahrheit war,
ganz einfach hinter mich,
weil sie mich scheute.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
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Arbeitslosen-Impressionen

Will ich reden, fehlen mir die rechten Worte.
Will ich singen, fehlt mir der rechte Ton.
Will ich naschen, fehlt mir die Sahnetorte.
Will ich bezahlen, fehlt mir der Arbeitslohn.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 76.841nach oben
reinkarnation

herbstliche winde lösen langsam von den bäumen bunte blätter,
entreissen die einst junge grüne pracht und scheren äste kahl.
sie nun verloren, nackt und frierend,
einsam an ihrem platze stehen,
sich der natur ergeben ohne widerstand,
im frost'gen nebel schemenhaft
der unvermeidlich kalten, weißen zeit entgegensehen.

sie hüllen sich in glitzernde gewänder,
laden sich arktische sternenflocken in weissen unendlichen massen auf
und ihre Zweige biegen sich unter dieser winterlichen invasion,
schützen ihren eingedämmten, schlafenden Lebenssaft.

sie hoffen nicht, sie wissen, dass schon im ersten zarten frühling,
der immer folgt,
neue, grünende knospen ihre zweige kleiden werden.
so warten sie, geduldig, mit gewissheit,
ohne unaufhörlich laute klage,
auf warme, neues leben bringende, strahlende frühlingstage.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 157.374nach oben
Nachtschatten

Die Nacht, sie hatte schon begonnen,
bevor der Tag noch einen Schatten werfen konnte.

Beseeltes Tageslicht in Finsternis zerronnen,
nur kurze Zeit das Glück sich zaghaft sonnte.

Gebilde, schemenhaft, bestimmen nun die Wege.
Kein Funke zündend eine Richtung weist.

Taste blind durch unbekanntes zukunftsgehege.
Die Nacht ist kalt. Mein Herz, es ist vereist.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 55.813nach oben
Vier Fragezeichen

Ich hab dich lieb, du fehlst mir.
Alles Worte ohne jeden Sinn?
Ich brauche dich, komm, bleib bei mir.
Sagt man das einfach so dahin?
Ich möcht' mein Leben mit dir teilen.
Ist dieses Angebot vielleicht nur Schein?
Ruf mich, ich werde zu dir eilen.
Kann es wirklich Wahrheit sein?
Der Glaube fehlt. Die Macht der Liebe
bekommt, wieder einmal, Seitenhiebe.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 49.935nach oben
Australian Weekend

Ich dezidierte in desperatio
brevi manu, zu frequentieren.
Welch ein perfektes convulsio
ein Wochenend zu transzendieren!

Oh demiurg! Silentium!
Es war, als wär ich schon in Rente!
In deinem domicilium
genoss ich dolce far niente.

Es dekantierte cupido
und war ich wieder dilatorisch,
bin gratus für convulsio.
Orgasmus kam, divinatorisch.

Do ut es, ganz emphatisch,
docendo discimus,
emotional unproblematisch,
nun schliesse ich, mit einem Kuss!
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 178.629nach oben
Zukunftsvision

Der Wind trägt leise meine Wünsch über die öde, verdorrte Erde.
Ungehört schweben sie über Ruinen und verwirrten Skeletten hinfort.

Niemand da für eine Antwort, kein Widerhall und ich werde
allein sein, auf immer und ewig, in Gedanken, Tun und Wort.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 57.196nach oben
Reflektionen

Vom Bache träumte mir und den Forellen
und in den silberklaren Quellen

sah ich, was lange ich entbehrt,
vergang'ne Reflektionen, umgekehrt,

im Spiegelbild, den smaragden Lebensbaum:
Erblickte ich wunschinn'res Dasein, hier im Traum.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 133.789nach oben
Gärtners wonniges Erbe

Winter, Sommer, Frühling, Herbst:
Glücklich macht dich, wenn du erbst.

Erbst du hier und bohnst du da,
tomatisiert sind Perlen nah.

Begurkst du dich, katoffelisierst.
Rasierst die Wiese, bist du frierst.

Kommt dann die Ernte, so im Herbst,
bist du glücklich, wenn du erbst!
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 191.636nach oben
Lebenslied

Oh, sei doch still! Hörst du die Blumen wispern,
die Steine und den Fels im Winde flüstern?

Lausche den Farben, wie sie vibrieren,
den Wassern, wie sie musizieren.

Die Bäume stöhnen, ihre Blätter klingen.
Horch auf das Lebenslied, das sie dir singen.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 76.095nach oben
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