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Gedanken & Gedichte » Autor: Erika Lond
60 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 31 bis 40
Kurswechsel

Hilfe! Ich sterbe zu langsam, Stück um Stück!
Geht’ s denn nicht schneller? Oder zurück?
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 171.445nach oben
Überflieger

Zum Haustier mutiert sich eine Fliege,
will zärtlich mit mir sein.
Verwechselt Nase mit der Liege,
ich ruf: „Na wart’, wenn ich dich kriege,
dann schlag ich einfach auf dich ein!“
„Das,“ denkt diese Mutation,
„hatten wir doch schon.

Doch treffen musst du, rat ich dir!“
summt sie vorbei an meinem Ohr,
dies unverschämte Fliegentier.
Ich hol die Klatsche nun hervor,
warte, ohne große Hast
und hab sie jedes Mal verpasst.

So bau ich eine Fliegenfalle
aus süßem Sirupsaft
und mit dem Glas fang ich die dralle
mutierte Fliegenlast.
Bring sie hinaus in die Natur,
ein Vöglein frisst sie, pur.

Was immer ich auch tue:
Jetzt hab’ ich meine Ruhe...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 192.204nach oben
Lüsterner Mohn

Im Feld fast allein da wartet schon
- wolllustig lechzend - der rote Mohn
auf eine Biene oder auch Hummel
in ihrem pelzig schwarzgold’nen Fummel.
So gut er kann, spitzt er den Mund,
feuerrot glühend und konisch rund:
Zum Honig in die Blütenflügel fein
lässt er nur eine nach der anderen rein.
Die Bienen und Hummeln fliegen vorbei
und laben sich. Wo? An der Akelei...
Der Mohn allein, er merkt es schon,
es gibt wohl noch süßeres als roten Mohn...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 168.031nach oben
Tierische Ambitionen

Hat ein Bauer viele Kühe, sperrt er sie ein, auf einer Wiese hinterm Zaun.

Das sind der Viecher ihre Grenzen, doch werden sie wohl kaum

dem Bauern dafür danken, denn als wiederkäuende Halmefresser

erscheint ihnen das saftige, grüne Gras hinter dem Zaun 1000-mal besser.

Hat sich ein Mensch ein Haus gebaut, umgibt er es mit Wucherhecken und Gemäuer.

Die Grenzen, die er sich da setzt, haben nur Wert für ’s Bauamt und die Grundstückssteuer.

Vorweisen will er sein Prestige und Eigentum, die Kosten sieht er wohl kaum.

Kurzum, es geht ihm etwas besser als jenen Kühen hinterm Zaun.

So bauen Grenzen wir uns, meist aus wirtschaftlichen Gründen,

erhalten sehnsüchtiges Verlangen nach dem, was nur bei anderen wir finden.

Die Schaufenster des Lebens sind ausgezeichnet NICHT mit Preisen und zeigen kaum

das wahre, unkrautüberwachsene Gesicht der immergrünen Wiese hinter jenem Zaun.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 185.241nach oben
Der Tag hat viele Wünsche frei,
der Fluss der Zeit,
er wird zum Brei
und ich wird’ nie gescheit.

Wo liegt mein Ziel?
Schreiben, malen, Karrieren?
Es gibt der Dinge gar so viel:
Doch ich stoß’ auf Barrieren.

Ich bin zu schwach, um das Gemäuer
einzureißen, mich zu befrei’n.
In mir da brennt ein lichtes Feuer,
doch es wird bald nur Asche sein.

Wo ist mein Wille, meine Kraft?
Wo hab’ ich sie verloren?
Wo ist der gold’ne Lebenssaft?
Warum bin ich geboren?

Der Tag hat viele Wünsche frei,
der Fluss der Zeit,
er wird zu Brei
und ich wird’ nie gescheit!
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 193.449nach oben
Zweitstimme
Mein Freund, die inn're Stimme räuspert sich.
Versucht, dir dringend etwas mitzuteilen.

Hustet verlegen, stotternd bringt sie 's nicht,
sich mit der warnenden Botschaft zu beeilen.

Und schon stürzt du, leicht und unbesonnen,
in neue, lockende Abenteuer dich hinein.

Die inn're Stimme hat verloren, du scheinbar gewonnen.
Nur nachher dröhnt es, klingt nicht: "Lass das lieber sein!"

Drum hab' Geduld, und warte, was sie sagen will,
Ob nun "Lass' es sein!" oder "Tu 's lieber so!"

Horche, und halte einen Moment lang still.
Dann bleibst du sicher deiner Taten und auch froh.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 424.638nach oben
Geruchssinn
Der eigene Mist stinkt nicht, sondern duftet.
Nur wer in and'rer Miste schuftet
riecht den Gestank, den sie verbreitet.
So werden Fremdgerüche oftmals fehlgedeutet.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 164.375nach oben
Grammatik
Aas und As sind oft nicht zu unterscheiden,
wenn sie sich, rechtschreiberisch, verkleiden.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 121.285nach oben
Verwebt auf grünem, lichten Gras
liegt dort, wie abgelegt,
eine Maske aus Spinnengeweb.
Tau, silbern schimmernd vom Winde bewegt,
wirkt sie verloren im Morgengrund
erhebt sich glitzernd und gleißend im Licht
bescheiden zwar, ihr Abbild halbrund.
Wer hat sie verloren? Ich weiß es nicht.
Ein Elfenkind, ein hässlicher Gnom?
Halt, da am Erdhügel bewegt sich etwas!
Ist’ s eine Fee, die suchend im Maulwurfdom
Ausschau hält über das Gras?
Die Maske schillert, aus Spinnengeweb
und Tau, vom kühlen Winde bewegt.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 71.250nach oben
Sich nah zu sein und doch den Abstand halten,
sich streiten können, ehrliche Aufrichtigkeit,
in kargen Zeiten helfend das Unglück verwalten,
ohne zu fordern, weder in Freud noch Leid:
Das sind die Qualitäten freundschaftlicher Natur.
Die Liebe fordert mehr. Freundschaft ist Liebe pur.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 440.419nach oben
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