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Gedanken & Gedichte » Autor: Erika Lond
60 Gedanken & Gedichte gefunden, Ausgabe 21 bis 30
Hoch überm See, auf zarter Frauenhand
Ruht es, das violette Pferd.
Es ist als April Horse bekannt,
der kühle März hat es verehrt.

April Horse, im Käfig aus Gold
entflieht. Wohin? Ein neues Glück?
Liebevolle Hände, steinern und hold:
Wortbruch, es wollte nie zurück?

April Horse steht auf Berges Ende.
Am Tränensee ranggleiche Liebe ruht.
Betrachtet vereint verblassende Hände,
zusammen, zusammen. Ohne Bindungsmut.

Hoch überm See, auf zarter Frauenhand
Steht es, aufrecht im Wind.
Blickt nach den Bergen, wie gebannt,
fragt sich, wo Glück und Liebe sind.

Berge erglühen, der See anschwillt
Verloren im Beben der Zärtlichkeit,
umarmte Zukunft, Zweifel getilgt:
April Horse, gold'ne Septemberzeit.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 231.213nach oben
Süßholzraspeln...

Lakritz, Lakritz,
du machst mich an,
so ohne dich läuft wirklich nix,
hältst mich in deinem Bann.

So gab ich heute künstlerisch
von deinen süßen Sorten
dir lächelnd ein Lakritzgesicht,
umrahmt von schönen Worten.

Lakritz, Lakritz,
bist du auch längst schon aufgegessen,
wie lieb’ ich dich!
Dies’ Bild bewahrt dich vorm Vergessen...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 222.151nach oben
Heut ist die Walpurgisnacht,
doch hat mein Besen schlapp gemacht.
Muss leider nun zu Hause bleiben,
zwangsweise meinen Teufel meiden.
Der amüsiert sich schon seit gestern
mit meinen schönen Hexenschwestern.
Für Pannen dieser Art und Fälle
bräucht 's eine Besenhaltestelle
für den Besenmultizug;
davon gibt 's leider nicht genug.
Egal, so bleib ich denn zuhause
und trink allein die Krötenbrause!
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 44.822nach oben
Fasten in Reimen

Fasten ist in aller Munde
Und schau ich in meine eig’ne „Runde“,
denk ich: Noch ist’s nicht zu spät:
Ich mache eine Trinkdiät;
Und damit ich nicht gleich verende,
Mach’ ich sie nur am Wochenende:

Erstes Frühstück: 1 Tasse schwarzen Tee
Und Fruchtjoghurt, oh jemineh,
Habe ich das dann geschafft
Kommt’s 2. Frühstück: 1 Glas Tomatensaft

Zum Mittagessen gibt es Cocktailgenuss
Von dem Zitronensaft einen Schuss,
1 Eigelb, und 1 Teelöffel Creme der Honigbienen
dazu noch den Saft von 2 Apfelsinen.

Nachmittags macht ein Kaffeemix wieder Mut:
1/8 Liter beste Milch verrühre ich gut
mit 1 Teelöffel Pulverkaffee
und 1 Esslöffel Puderzuckerschnee.

Zum Abendessen, bald ist’s geschafft,
gibt’s ein großes Glas Gemüsesaft.
Und so kurz vorm Schlafengehen
noch 1 Glas Buttermilch reindrehen.

Dann kommt der Sonntag, ach, oh weh,
morgens 1 Tasse Brombeerblättertee,
und auch ¼ Liter kalte Buttermilch, 150 g zerkleinerte Kirschen
und 1 Esslöffel Puderzucker verquirlt lassen die Zähne knirschen.

Zur Abwechslung beim 2. Frühstück dann
Kommt 1 Tasse schwarzer Tee dran.

Mittags schäl ich mir 3 Äpfel fein,
geb’ 50 g Kirschen und 1 Esslöffel Sahne drein.

Nachmittags dann gönne ich mir
1/8 Liter Kirschsaft, so um halb Vier.

Und zum Abendessen mix ich ganz fein
folgendes in den Zaubertrunk hinein:
1 grüne Gurke, 1 Knolle Sellerie, 4 Möhren.
Da kann ich Pfunde purzeln hören.

Und das Schlafengehen wird auch belohnt:
1 Fruchtjoghurt jetzt vor mir thront.
Kein fettes Essen für die nächsten 3 Tage
Und ich trau mich wieder auf die Waage!

Das ist Wochenend-Diät
Von morgens früh bis abends spät.
Ich wünsche auch euch allen gutes Gelingen
Und zwar nicht nur in Fastendingen!
Autor:  Erika Lond
(*1946)
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Es weihnachtet, Lichter leuchten bunt,
im Wohnzimmer bellt ein Weihnachtshund.
„Was will er hier? Wo kommt er her?“
Fragt sich der Haushund, sein Teller ist leer.
„Bringt er mir endlich was zum Fressen,
oder hat er mich ganz und gar vergessen?“
Im Backofen bräunt sich ein fetter Puter,
Frauchen sitzt an ihrem Computer.
Oben auf dem Herd die Kartoffeln glühen,
die Suppe wird sich selbst verbrühen,
das Gemüse hat sich zur Masse vereint,
der Sekt im Glas ist schon verschäumt.
Gibt es für Weihnachten einen Grund?
Fragen sich Haus- und Weihnachtshund.
Am Computer schnuppert Frauchen in die Luft:
Aus der Küche verbreitet sich Räuchergeruch.
„Oh, Himmel!“ ruft sie. „Fast hätt’ ich ’s vergessen!
Wir wollten doch etwas Besonderes essen!“
Und unter dem hungrigen Hundegebrüll,
landet alles zusammen im Müll.
Und wieder einmal füttert die Hundemutter
Ihren Lieblingen einfaches Trockenfutter.
Es weihnachtet, Lichter leuchten bunt,
im Wohnzimmer sitzt ein Weihnachtshund.
Frauchen schlürft abgeperlten Sekt,
auf dem Sofa, von Hunden zugedeckt.
Fragen sich Haus- und Weihnachtshund:
„Gibt es für Weihnachten einen Grund?“
Frauchen singt lallend im Weihnachtsschein:
„Happy Birthday!” – und schon schläft sie ein.
Autor:  Erika Lond
(*1946)
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Pechstein?

Es beliebte einem Mädchen aus Böhmen
gar garstig laut zu stöhnen:
Zu ihrem großen Pech
verletzte ein Stein sie im Lech.

Eine Hirte mit vielen Schafen
konnte deswegen nicht mehr schlafen.
Flugs sprang er in den Fluß hinein
und beendigte ihre schreckliche Pein.

Er zog sie ans Ufer ins grüne Gras,
sie war ganz bleich und auch ganz nass.
Er begann sie mit Küssen zu verwöhnen
da begann sie wieder ganz laut zu stöhnen...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 183.025nach oben
Liebe fällt hin, wo sie will und manchmal fallen die Liebenden auch mit ihr...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 214.746nach oben
Gefühlte Fragen oder fragliche Gefühle

Was fühlen Blätter, wenn sie fallen,
was fühlen Korken, wenn sie knallen,
was fühlen Schmerzen, wenn sie schmerzen,
was fühlen einsam liebend Herzen?

Fühlt ein Marker, wenn er markiert?
Fühlt die Ruhe, wenn sie pausiert?
Fühlt die Lampe, wenn sie brennt?
Fühlt die Träne, wenn sie tränt?

Kann eine Taste Druck verspüren,
kann ein Baum philosophieren,
können Füller ihre Tinte sehen,
kann ein Eck ums andere spähen?

Spürt der Strom sich in der Leitung?
Wie ist’s mit Wörtern in der Zeitung?
Spür’n sie ihren Informationsgehalt,
spür’n sie die Freude oder Gewalt?

Was fühlt das Preisschild auf dem Scanner?
Was fühlen schwarze Butzemänner?
Was fühlt ein Geldschein in der Kasse?
Was fühlt die Schiene auf der Trasse?

Bei diesem vielen Fühl-Gewühl
kommt unweigerlich das Mitgefühl...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 173.444nach oben
Reime-Leiter
Ich reime gern, das geb’ ich zu.
Und reimen, ja, das kannst auch du.
Lass Emotionen Wörter bauen,
Du brauchst nur auf sie zu vertrauen:
Gib Rhythmus ihnen und ein Ziel,
ein wenig Singsang und Gefühl,
und schon entsteht, du glaubst es nicht,
ein Reim, ein Vers oder Gedicht.

Ob Freude, Liebe, Trauer, Schmerz,
schick’ alle Worte durch dein Herz.
Gib ihnen Raum, sich zu entfalten,
du musst sie vom Verstand fernhalten.
Nimm sie mit allen Sinnen wahr,
vertrau’ auf deinen Reim-Radar.
Wie schon gesagt, man glaubt es nicht:
Am Ende hat man ein Gedicht.

Ich hab ’s versucht und Ton in Ton
erhielten Wörter Flügel schon.
Sie flogen hoch und flogen runter,
in meinem Kopf, da webten munter
Gedanken Verse und auch Reime
so ganz von selbst, wie von alleine,
erschuf ich mir, einfach und schlicht
Ein ganz persönliches Gedicht.

Ich weiß genau, das kann ein jeder.
Es kommt aus deiner eignen Feder.
Wie Saatgut fängt es an zu keimen,
Worte sich zur Strophe reimen,
und ist die erste dir gelungen
bist schon zur zweiten du gesprungen.
Es wird die nächste fast zur Pflicht:
Und schon hast du ein Gedicht!

Beginne einfach, hab’ nur Mut,
reimen tut manchmal wirklich gut.
Es wirkt ähnlich wie ein Ventil
auf dieses oder jenes Gefühl.
Schließ dich hier an und mache weiter:
Wir bauen eine Reime-Leiter.
Und ganz zum Schluss haben wir schlicht
und einfach ein Gedicht...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 98.556nach oben
Erotik ist, man glaubt es kaum,
oft nur ein Traum.
Ist dieser erstmal ausgeträumt
und hat sich gar nichts aufgebäumt,
dann war' s, man glaubt es kaum,
wirklich nur ein Traum...
Autor:  Erika Lond
(*1946)
Gelesen: 530.705nach oben
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